April 6, 2022

DER EINSATZ DES PENDELMODUS BEI “P2P”MONOBLOCK-TRANSFERPRESSEN UND ANDERE VORTEILE SERVOGESTEUERTER PRESSEN

Die Hauptvorteile von Servopressen im Vergleich zu konventionellen sind eine höhere Produktionsleistung und niedrigere Betriebskosten im Presswerk. Beides ist auf eine verbesserte Ziehleistung und die Flexibilität der Servo-Technologie zurückzuführen, die es ermöglichen, für jedes Werkstück die optimale spezifische Kurve zu konfigurieren.

Fagor Arrasate event: DER EINSATZ DES PENDELMODUS BEI “P2P”MONOBLOCK-TRANSFERPRESSEN UND ANDERE VORTEILE SERVOGESTEUERTER PRESSEN

Wie lassen sich diese Vorteile erzielen?

Zum einen erreichen Servopressen in der Regel höhere Geschwindigkeiten (Hübe pro Minute), weil der erforderliche Hubweg fast nur halb so lang ist wie bei konventionellen Pressen.

Hub einer Servopresse: 2 x max. Teilehöhe. Hub einer konventionellen Presse: 3,5 x max. Teilehöhe

Zum anderen beträgt aufgrund der begrenzten Ziehgeschwindigkeit die durchschnittliche Produktivitätssteigerung durch die Servo-Technologie je nach Teil, Material und Werkzeug zwischen 20 % und 400 % (bei besonders heiklen Teilen). In solchen Fällen ermöglicht es der Servo, die Ziehgeschwindigkeit im kritischen Bereich auf das maximal Erforderliche zu reduzieren und außerhalb dieses Fensters wieder zu hochzusetzen. Die Geschwindigkeit einer konventionellen Presse hingegen ist durch den Engpass beim Ziehvorgang vorgegeben und nicht variabel.

Begrenzung der Ziehgeschwindigkeit durch das Werkstück oder Zusatzwerkzeug
(links für konventionelle Presse, rechts für Servopresse)

 

Gelegentlich verhindert das Werkzeug den freien Zugang der Automation oder der Auswerfer lässt eine einfache Entnahme des Werkstücks nicht zu. In diesem Fall muss das Zeitfenster für die Automation ausgedehnt werden, um eine sichere Entnahme und den Teiletransfer zu ermöglichen. Entsprechend steigert der Servo die Geschwindigkeit beim Ziehvorgang und reduziert sie während des restlichen Zyklus.

Höhere Geschwindigkeitskurve bietet der Automation ein größeres Zeitfenster
(links für konventionelle Presse, rechts für Servopresse)

 

Verbessern Sie anhand der Servo-Technologie die Produktionsleistung und Rentabilität Ihres Presswerks

In einem Presswerk mit einem Produktmix aus Transfer- und Folgeverbundteilen mit einer Ziehtiefe von bis zu 120 mm ist der Pendelmodus ein Muss. Denn im Pendelbetrieb lässt sich dieselbe Presse sowohl für die Fertigung mit Transfer als auch mit Progressivwerkzeug einsetzen. In einigen Fällen führt das sogar zu einer Verdoppelung der Ausbringleistung. Diese Funktion verringert zudem den Platzbedarf der Produktionsmittel, was wiederum sämtliche Gewinnkennzahlen, den Umsatz pro Mitarbeiter und den Umsatz pro Quadratmeter steigert.

Zusätzlich zu den oben beschriebenen Vorteilen macht die Flexibilität einer Servopresse diese Technologie besonders geeignet für hochfeste Werkstoffe und für Arbeitsgänge, die üblicherweise als zusätzlicher Schritt außerhalb der Presse erfolgen, wie z.B. das Einbringen von Schrauben und Bolzen oder das Setzen von Schweißnähten im Werkzeug.

Auch die Wartungskosten für die Werkzeuge fallen aufgrund der höheren Präzision von Servopressen geringer aus als bei konventionellen Pressen.

Nicht ratsam ist die Servo-Technologie hingegen, wenn der Produktmix aus Werkstücken mit ähnlichen Merkmalen besteht und eine Begrenzung der Ziehgeschwindigkeit nicht erforderlich ist.

„Press2Perform“: Automatisierte Progressiv- und Transferpressen mit Presskraft 6.300 kN, 8.000 kN und 10.000 kN.

P2P ist eine Allianz von Dreher Automation und Fagor Arrasate, die die Zuverlässigkeit von Monoblock-Standardpressen im mittleren Pressensegment (630, 800 und 1.000 t) mit der Flexibilität einer Automation (Transfer, Pick-Up Platinenlader und Bandzuführung) verbindet.

Projektleitung und Service erfolgen an den Standorten von Dreher in Sulz am Neckar und Fagor in Hilpoltstein.

Dank ihres hohen Standardisierungsgrades garantiert diese Reihe vollautomatisierter Pressen extrem kurze Lieferzeiten. Die Monoblockbauweise der Pressen stellt eine äußerst wettbewerbsfähige Gesamtlösung dar.

Standard, aber individuell angepasst

In jedem Fall bietet die “P2P” Pressenreihe eine Vielzahl von Optionspaketen, um jede Presse an das Fertigungskonzept des Kunden anzupassen. Die Wahlmöglichkeit beschränkt sich nicht allein auf Exzenter-, Link-Drive oder Servoantrieb, auch die Produktionsumstellung lässt sich nach Ihren Bedürfnissen gestalten. So steht Ihnen beispielsweise frei, sich für einen manuellen oder automatischen Werkzeugwechsel zu entscheiden.

Auch im Bereich der Pressenautomation (Bänder und Transfer) existiert eine breite Palette von Möglichkeiten, jedem Kunden seine maßgeschneiderte Gesamtlösung anzubieten.

 

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